Schalke steht offenbar vor der Verpflichtung von Junior Adamu. Der Stürmer vom SC Freiburg soll bereits den Medizincheck absolvieren. Foto: RHR-Foto

Schalke steht offenbar vor der Verpflichtung von Junior Adamu. Der Stürmer vom SC Freiburg soll bereits den Medizincheck absolvieren. Foto: RHR-Foto

Der FC Schalke 04 hat sich für die Offensive verstärkt. Junior Adamu wechselt vom SC Freiburg zu den Königsblauen und soll dem Angriff des Bundesliga-Aufsteigers mehr Tempo, Dynamik und Tiefe geben. Der Medizincheck lief nach mehreren Medienberichten bereits, der Transfer steht fest.

Damit bekommt Schalke einen Stürmer, der in den vergangenen Jahren schon einiges erlebt hat, den großen Durchbruch in der Bundesliga aber noch sucht. Adamu wechselte 2023 von Red Bull Salzburg zum SC Freiburg. Damals galt der österreichische Nationalspieler als spannender Angreifer mit Entwicklungspotenzial. In Freiburg fand er jedoch nie dauerhaft in die gewünschte Rolle.

Adamu ist kein klassischer Zielspieler

Sportlich unterscheidet sich Adamu deutlich von den zuletzt gehandelten Namen wie Sasa Kalajdzic oder Routinier Edin Dzeko, dessen Zukunft sich nach der WM entscheidet. Er ist nicht der große Wandspieler, der vor allem lange Bälle festmacht und im Strafraum über Kopfballpräsenz kommt. Adamu bringt eher Bewegung, Tiefenläufe und Arbeit gegen den Ball mit.

Genau das kann für Schalke interessant sein. Der S04 wird als Aufsteiger in der Bundesliga nicht jedes Spiel dominieren. Es wird Phasen geben, in denen Umschalten, Intensität und Wege hinter die Abwehr wichtig werden. Adamu kann dafür ein passender Baustein sein, wenn seine Rolle klar definiert ist.

Er ist kein fertiger Torjäger, der automatisch für eine zweistellige Trefferzahl steht. Eher ein Angreifer, der über Laufwege, Pressing und Wucht kommen kann. Für Schalke liegt die Chance darin, dass Adamu in einem neuen Umfeld wieder näher an das Profil herankommt, das ihn einst bei Salzburg interessant gemacht hat.

Freiburg-Zeit blieb wechselhaft

In Freiburg wurde Adamu nie zur unumstrittenen Lösung im Angriff. Sein erstes Jahr verlief schwierig. Freiburgs Sportdirektor Klemens Hartenbach sagte später laut kicker, man habe es nicht geschafft, ihn besser einzubinden und so hinzubekommen, dass er sich an das Spiel des SC gewöhnt.

Das ist für Schalke wichtig, weil der Transfer kein Selbstläufer ist. Adamu bringt Talent und Bundesliga-Erfahrung mit, aber auch eine Phase, in der er sportlich nicht den nächsten Schritt gemacht hat. Genau deshalb dürfte der S04 ihn nicht als fertige Lösung, sondern als Neustart-Kandidaten sehen.

Für einen Aufsteiger kann so ein Transfer trotzdem Sinn ergeben. Spieler, die beim abgebenden Klub nicht mehr richtig eingebunden sind, aber grundsätzlich Qualität mitbringen, sind oft der Markt, auf dem Schalke realistisch suchen muss. Entscheidend wird sein, ob Miron Muslic eine klare Aufgabe für Adamu findet.

Ein anderer Stürmertyp für Schalkes Offensive

Adamu kommt nicht als klassischer Strafraumstürmer, der vor allem auf Flanken wartet und über reine Abschlussstärke definiert wird. Sein Profil lebt mehr von Bewegung, Tempo und Arbeit gegen den Ball. Er kann anlaufen, Räume öffnen und Angriffe durch Tiefenläufe strecken. Genau das kann für Schalke wichtig werden, weil die Mannschaft in der Bundesliga nicht dauerhaft viel Ballbesitz und Kontrolle haben wird.

Mit Karamans Erfahrung, Sylla als physischem Faktor und Adamus Dynamik hätte Schalke im Angriff mehrere unterschiedliche Profile. Das macht die Offensive flexibler. Adamu muss nicht sofort der alleinige Torjäger sein, sondern kann eine Rolle übernehmen, die dem Spiel mehr Tiefe und Intensität gibt.

Entscheidend wird sein, wie schnell er in Muslics Abläufe findet. Wenn Schalke seine Stärken sauber einbindet, kann Adamu mehr sein als nur eine weitere Option im Sturm. Dann wäre er ein Spieler, der dem S04 genau das gibt, was einem Aufsteiger oft hilft: Wege hinter die Abwehr, Pressingenergie und mehr Tempo im letzten Drittel.

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